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Wir über uns

 

Historischer Tanz – Pionierarbeit im Ballettsaal
Die kreative Ballettschule ist die einzige Deutschlands, die sich neben dem klassischen Unterricht auf Barock– und Renaissancetanz spezialisiert hat. Ilona Harf hat sich zum Ziel gesetzt, den historischen Tanz aufzuwerten, ihm eine höhere Bühnenpräsenz zu verleihen. Es ist ihrer Ansicht nach dringend erforderlich, wöchentlich Unterricht zu erhalten, um die Muskulatur aufzubauen, die Bewegungsläufe zu verinnerlichen und die Ausstrahlung zu vertiefen. Besonders interessant ist in diesen beiden Fächern das Recherchieren der Fakten: Welche Posen und Gesten waren modern? Wie wurde sich geschminkt und frisiert? Welche Kleidung wurde wann getragen und wie angefertigt? Jede einzelne Antwort trägt zu einem speziellen Wissen bei, das sich mit der Zeit durch den Unterricht einstellt.

 

Zusammenarbeit mit Spezialisten
Im Hinblick auf Kostümrekonstruktion und Tanzausführung strebt Die kreative Ballettschule die weitere Zusammenarbeit mit Spezialisten der Early-Dance-Scene an. Ilona Harf studierte bei Jürgen Schrape an der Akademie für Alte Musik in Bremen. Unter dessen Regie arbeitete sie u. a. mit Steve Player aus Schottland und Frank Perenboom aus den Niederlanden zusammen. Die Londoner Tanzwissenschaftlerin Jane Gingell begann im März 1998 ein Projekt in Celle. Im Februar 2000 übernahm sie je zwei erwachsene und jugendliche Schülerinnen in ihr Barockensemble Timedance Hansa. Seit Januar 1999 tanzten zwei Jugendliche der kreativen Ballettschule mehrere Jahre in der Gruppe Pygmalion unter der Leitung von Iris-Michaela Schmidtmann. Neben der Aufführungspraxis hat diese sich auf die Anfertigung authentischer Barockkostüme spezialisiert. Seit Januar 2002 unterrichtet sie in der kreativen Ballettschule die Barockrepertoire-Klasse, in der besonders begabte SchülerInnen die überlieferten Originalchoreographien einschließlich der Feuillet-Notation erlernen.

 

Ärztliche Betreuung
Von Anfang an wurde Die kreative Ballettschule von der Tänzerin und Ärztin Christine Krause beraten. Mehrere Jahre unterrichtete der Tänzer und Heilpraktiker Michael Meiringer an der Schule. Im Sommer 2005 begann eine Kooperation mit Herrn Dr. Goertzen vom Zentrum für orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie & Rehabilitation Hannover. Dr. Meinolf Goertzen betreut mehrere deutsche Opernhäuser in medizinischen Fragen und hat zu ballettspezifischen Themen Publikationen heraus gegeben. Seit Ende 2009 besteht eine Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten Sven Haubert in Celle. Somit ist eine medizinische Betreuung nach dem neuen amerikanischen Vorbild auf dem Gebiet der Tanzmedizin gewährleistet.

 

Ballett verschiedener Epochen als Fitness
Seit September 1996 bietet Die kreative Ballettschule in Celle neben dem klassischen Tanz auch  historische Bewegungsformen an. Schwerpunkt in allen Disziplinen ist der darstellende Tanz. Ballett wird als Bühnentanz aufgefasst; entsprechend bereitet der Unterricht die Laien darauf vor, bühnenwirksam zu tanzen. Auch SchülerInnen, die bei Aufführungen nicht mitwirken möchten, profitieren von diesen Übungen für den Alltag. Das Schulsystem basiert auf einer regelmäßigen Teilnahme am Unterricht von mindestens einmal pro Woche. Viele Mitglieder nutzen aber die Gelegenheit, mehrmals pro Woche an Kondition und Koordination zu arbeiten. Erst das kontinuierliche Training garantiert den Muskelaufbau und die Beweglichkeit, welche die jeweilige Technik der Tänze erfordert. Seit März 2000 besteht das schuleigene Ensemble Zeitgeist, welches Ballett-Theater von der Antike bis zur Moderne aufführt. Somit bestehen für interessierte Schulangehörige zahlreiche Möglichkeiten, das Erlernte einem Publikum zu präsentieren. Je nach  Neigung und Talent wird die Rolle entwickelt. Zudem verfügt die Ballettschule über einen umfangreichen Kostümfundus.

 

Zeitgeist als Hintergrundwissen
Im wöchentlichen Unterricht steht das Erlernen der Praxis im Vordergrund. Die SchülerInnen erhalten jedoch regelmäßig Informationsblätter, auf denen das Hintergrundwissen vermittelt wird. Dazu gehören Inhaltsangaben der Handlungsballette, Daten von Choreographen und Komponisten, Herkunft der Tänze sowie Angaben zum jeweiligen Zeitgeist: Was war in dieser Epoche üblich und was nicht. Das regelmäßige Training kombiniert mit der Theorie bereitet die Lernenden auf eine sichere Rollengestaltung vor. Grundsätzlich ist die Teilnahme an den Aufführungen freiwillig. Die Schule verfügt über authentisch rekonstruierte Kostüme der angebotenen Epochen.